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Neue Gesichter in der „Bar jeder Vernunft“

Theatergruppe Sand spielte Krimi-Komödie noch mal

Auch bei der Wiederaufführung der Krimi-Komödie „Bar jeder Vernunft“ (hier eine Szene aus den Proben) überzeugten die Akteure der Theatergruppe Sand. Foto: Theatergruppe Willstätt- Sand (red/mmü). Am Wochenende präsentierte die Theatergruppe Sand noch einmal die Krimi-Komödie „Bar jeder Vernunft“ in der Sander Festhalle.

Das Stück hatte bereits im Frühjahr eine tolle Premiere gefeiert. Und auch die Wiederaufnahme am Samstag war ein Genuss für die Zuschauer – nicht nur durch das furiose Spiel aller Akteure, die ausnahmslos die sprachlichen Elemente mit Virtuosität und Dynamik meisterten, sondern auch durch die dreibis fünfminütigen pantomimischen Elemente, die Regisseur Peter Scheffel zur Musik von Katie Melua, Vangelis und Sängerin Inna eigens szenisch eingebaut hatte.

Schauplatz des Geschehens ist die „Bar jeder Vernunft“, die von Alfina und Alf (gespielt von den Neuzugängen Marianne Drengwitz und Jan Rothaar) geführt wird, die mit ihren Meinungen bezüglich der Angestellten des nahen Finanzamts, die hier gerne einkehren, und deren Merkwürdigkeiten das Spiel auf der Bühne mit Biss, Witz und Entschlossenheit trugen. Ebenfalls neu dabei: Andrea Schmidt als Finanzamts-Angestellte Marema, die sich gerade von ihrem Mann scheiden lassen will, und Marie Domröse, die als ihre Tochter Mathilda, die sich um den Job als Kellnerin in der Bar bewirbt, ein erfrischendes Debüt gab.

Die Kolleginnen vom Finanzamt (Mechthild Gießelmann als „Grand Dame“ Edith Marschner und Renate Schindler als schnell verzückte, beziehungssehnsüchtige Andrea Tischer) spielten ihre Rollen mit viel Verve, Melancholie, Überheblichkeit und Naivität und das Gute wollend bis zum Schluss spannend aus.

Axel Jockers als Amtsleiter Karl-Robert Riedinger und Jonah Siebert als nie um einen Spruch verlegener junger Anwärter auf eine Beförderung, und die beiden Kolleginnen werden dann mit der aus Stutzbart geschickten neuen Kollegin Frau Schwarz (faszinierend überheblich gespielt von Vanessa Förger) konfrontiert, die für Ordnung im Finanzamt sorgen soll, weil dort vieles nicht rund läuft.

Bis zum Showdown am Schluss geizten die Besucher nicht mit Zwischenapplaus und lautem Schmunzeln und dankten am Ende allen Spielern und Regisseur mit Rufen und Beifall.

Fürs neue Jahr plant die Theatergruppe bereits ein neues Stück. Die Vorbereitungen beginnen im Januar; das Projekt endet dann mit der Aufführung im März. Infos unter Tel. 07852/934809 oder via E-Mail: a theatersand@web.de

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